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Storch

Warum Störche imposante Vögel sind und was sie Unglaubliches leisten können:

 

Störche

 

Er ist ein eleganter und gern gesehener Gast, der Storch mit seinen roten Beinen, seinem roten Schnabel, dem weissen Gefieder mit am Ende schwarzen Schwungfedern. Im Frühling kehrt er zurück aus wärmeren Gefilden, aus Afrika und immer häufiger auch aus Spanien, wo sie die kalten Wintermonate verbracht haben. Da auch die einheimischen Winter immer milder werden, überwintern immer mehr Störche auch in der Schweiz.

 

Mit seinen 120 cm Körperlänge und über 2 Metern Spannbreite ist der Weissstorch ein imposanter Vogel. Kein Wunder wurden ihm auch immer wieder übernatürliche Kräfte angedichtet. So soll er als Symbol für Fruchtbarkeit für Nachwuchs sorgen und nach der Legende sogar selber die Babys den Menschen bringen. Ebenfalls gilt der Storch als Glücksbringer, wo immer man ihn entdecken kann. Sein Übername „Adebar“ bedeutet übersetzt auch Glück/Heil bringen/gebären.

 

Noch im 20. Jahrhundert kämpfte der Storch wegen Eingriffen des Menschen in seinen Lebensraum ums Überleben, noch vor wenigen Jahrzehnten galt der Storch in der Schweiz praktisch als ausgestorben. Dank vielen Wiederansiedlungsprojekten hat sich die Storchpopulation jedoch erholt und man findet in der Schweiz wieder fast 1000 Storchenpaare. Auch in der Innerschweiz, besonders in der Region um das Wauwilermoos und den Mauensee, ist der Storch wieder heimisch geworden. Wer einen Storch täglich hautnah beobachten möchte, kann dank der Webcam des Wauwilermooses das Nest eines Storchenpaares, die Geburt und Aufzucht der Jungstörche mitverfolgen.

 

Der Storch ist ein Fleischfresser, ernährt sich also hauptsächlich von Fröschen, Fischen,  Würmern, Insekten und kleinen Säugetieren wie Mäusen. Oft ist er auf frisch gepflügten Äckern zu sehen, wo er in der Erde leichte Beute machen kann.

Seine langen Beine prädestinieren ihn dazu, durch hohes Gras zu schreiten und auf Beute zu lauern, die er mit seinem spitzen Schnabel ideal aufpicken kann.

 

Im Frühling, wenn die Störche aus dem Winterquartier zurückkehren, bauen sie riesige Nester möglichst hoch oben auf Baumwipfeln, aber auch auf Dächern, Schornsteinen und Masten. Der Horst besteht aus Ästen und Zweigen, gepolstert mit Moos und Heu, und kann bis eine Tonne wiegen. Darin werden 3-5 Eier abgelegt, die beide Partner einen Monat lang ausbrüten. 

 

Pfeifen oder Singen kann der Storch nicht, dafür begrüsst er seinen Partner oft mit dem charakteristischen Klappern, bei dem er den Kopf in den Nacken wirft. Der Storch kehr zwar traditionell immer wieder zum selben Horst zurück, nicht zwingend aber immer mit der gleichen Störchin. Oft gibt es auch Kämpfe um das Nest, wenn ein anderer Storch dieses für sich beanspruchen will.

 

Störche können bis zu 20 Jahre alt werden, in Gefangenschaft sogar noch älter. Im Herbst liefern sie dann immer wieder den Beweis für ihre grossen Segelkünste, fliegen sie doch bis 10‘000 km weit in den Süden, entweder über Gibraltar nach Afrika oder über die Bosporus-Route nach der Türkei, Israel bis teilweise nach Südafrika. Dabei nutzen sie geschickt die thermischen Aufwinde und meiden Strecken über dem offenen Meer. Wenn wir sie dann Ende August verabschieden müssen, können wir sicher sein, sie im kommenden Frühling als Glücksbringer und Symbol für Neuanfang wieder begrüssen zu können.

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