Warum das E-Bike die beste Erfindung unseres Jahrhunderts ist und worauf man beim E-Bike-Fahren achten sollte.
E-Bike-Fahren – ein Genuss
Da ich an Asthma leide, konnte ich mich mit dem Radfahren nie so richtig anfreunden. Kaum ging es aufwärts, kam ich tüchtig ausser Puste und musste mich mühsam den Hügel hinaufquälen. Aber eigentlich gefiel mir das Gefühl auf dem Fahrrad, die Freiheit und der Wind, der einem ins Gesicht bläst. So unternahmen wir immer wieder gemeinsame Velotouren, allerdings stets auf ebenen Strecken, beispielsweise entlang von Flüssen.
Dies änderte sich, als ich erstmals das E-Bike einer Freundin benützen durfte. Mühelos konnte ich den Aufstieg bewältigen und kam ohne Atemnot oben an. Genau so musste es sein! Flugs war auch ein E-Bike gekauft, das seither mein treuer Begleiter ist. Wir können wieder Velotouren planen, die auch mal eine Steigung beinhalten können. An freien Tagen besteigen wir das Rad, um irgendwo in Zofingen, Wolhusen oder Schöftland einen Kaffee zu trinken und locker wieder heimwärts zu radeln.
Auch der Weg zur Arbeit nach Schötz ist mit dem E-Bike ein Genuss und ich komme unverschwitzt am Ziel an.
Für kleine Touren wie nach Sursee zum Einkaufen bin ich sogar schneller mit dem Bike als ich es mit dem Auto gewesen wäre. Unverzichtbar ist für mich deshalb auch der Einkaufskorb auf dem Gepäckträger, auch wenn er nicht sonderlich sportlich aussehen mag. Er verhindert, dass irgendwelche Henkel oder Träger sich im Rad verheddern und zu bösen Stürzen führen. Ich fühle mich sicher auf dem Rad, vor allem auch, da ich stets einen Helm trage, was bei den schnellen E-bikes sowieso Vorschrift ist. Er bewahrte mich eines Tages vor schlimmeren Schäden, als ich auf dem Weg nach Rothenburg einen Trottoir-Rand übersah, stürzte und mit dem Kopf aufschlug. Der Helm wies tatsächlich einen Spalt auf, meinem Kopf ging es aber glücklicherweise gut.
Das E-Bike verlängert auch für ältere Personen die Möglichkeit, auf dem Fahrrad aktiv zu sein. Natürlich muss man sein Können einschätzen können und das Tempo dementsprechend anpassen. Obwohl unser E-Bike Tempi bis 45 km/h zulässt, sind wir höchstens mit 25 bis 30 km/h unterwegs und fühlen uns wohl dabei.
Schon viele schöne Touren durften wir mit dem E-Bike erleben. In der Schweiz sind die Radstrecken lückenlos beschildert und die Wege gut zu finden. So befuhren wir schon die Herzroute mit einigen ihrer Schlaufen, radelten entlang der Rhone, des Rheins und der Aare – immer wieder ein Erlebnis. Schwieriger war es in der Provence, doch dank dem komoot-App fanden wir auch hier die Orientierung und genossen das Radeln durch die Lavendelfelder mit ihrem unverwechselbaren Duft.
Das E-Bike ist für uns eine wunderbare Erfindung, die uns viele unvergessliche Erlebnisse beschert hat, und dank der wir auch im Alter noch draussen in der Natur aktiv sein können und in einem angenehmen Tempo die Landschaft an uns vorbeiziehen lassen.

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