Yoga – ein guter Vorsatz zum neuen Jahr
Zum Jahresbeginn fasst man sich bekanntlich gute Vorsätze und setzt diese idealerweise auch in die Tat um. Wie wäre es zum Beispiel mit Yoga?
Ja, ich weiss, ich bin auch ziemlich unbeweglich und habe mich deshalb lange gegen den Weg ins Yoga gesträubt, obwohl ich wusste, dass es mir eigentlich guttun würde.
Vor 6 Jahren eröffnete dann eine Kollegin ihr eigenes Yogastudio und versicherte mir, dass alle anderen Teilnehmerinnen auch Anfängerinnen wären, die sich meiner Vorstellung nach also auch nicht unmenschlich verbiegen konnten.
Die erste Yoga-Schnupperlektion war gratis und siehe da, sie entpuppte sich als wunderbare Stunde, bei der sowohl Kraft, Beweglichkeit als auch Entspannung und Meditation nicht zu kurz kamen. Schwupps war ein Abo gelöst und seither besuche ich regelmässig zweimal die Woche den Yoga-Unterricht und möchte ihn nicht mehr missen. Dass ich mittlerweile mit durchgestreckten Knien sogar den Boden mit beiden Handflächen berühren kann, sei nur nebenbei erwähnt…
Yoga bedeutet verbinden oder Einheit, und genau das ist es, was mich an Yoga so fasziniert. Man fühlt sich nach einer Yogastunde so richtig bis in die letzten Winkel durchbewegt, gekräftigt, aber trotzdem auch entspannt. Yoga ist aber mehr als nur Turnen oder Gymnastik. Es baut auf einer jahrtausendealten Philosophie auf, die Körper, Seele und Geist verbinden und zu Gewaltlosigkeit und Frieden sowie zur Selbsterkenntnis führen soll. So empfiehlt die Yoga-Lehre auch eine vegetarische Ernährung, die für mehr Gesundheit, Energie und Harmonie sorgen soll.
Yoga kann sogar bereits von Kindern praktiziert werden, wenn auch der Ablauf der Lektionen natürlich ihren Bedürfnissen angepasst wird. Bei einem Besuch der Yoga-Lektion von Corinne Winterberg mit ihren Unterstufenkindern durfte ich fotografieren und erlebte, wie spielerisch mit einer Geschichte, vielen Bildern, Musik, Rhythmus und Klang gearbeitet wird. Die Kinder dürfen auch spontan sein und sich frei im Raum bewegen, wenn sie irgendwelche Tiere oder Naturphänomene nachahmen sollen. Ein wunderbar erfüllendes Erlebnis war diese Kinder-Yoga-Stunde für mich.
In der Schule versuchte ich im Atelier-Unterricht ebenfalls eine Yoga-Lektion für 3./4.-Klässler anzubieten und staunte, wie gut die Kinder die vorgezeigten Übungen bereits ausführen konnten. Ja sie waren – wen wundert’s – sogar beweglicher als ich selbst…
Sehr erfreut war ich auch, als unsere Tochter Michelle ebenfalls die Ausbildung zur Yoga-Lehrerin absolvierte und die anspruchsvolle Ausbildung erfolgreich abschloss. Seither komme ich in das grosse Vergnügen, auch bei meiner eigenen Tochter die Yoga-Praxis durchführen zu können. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, wie stolz ich jeweils bin, wenn sie ruhig mit ihrer angenehmen Stimme die Anweisungen erteilt und sich mühelos verbiegen kann (das hat sie zum Glück von ihrem Turnlehrer-Papa geerbt…).
„Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert“ lautet ein Sprichwort. Das stimmt nur bedingt, denn wenn man seine Vorsätze in die Tat umsetzt, können sie eine wunderbare neue Erfahrung sein.
Also gib dir einen Ruck und melde dich für eine Yoga-Schnupperlektion an! Es gibt übrigens unzählige verschiedene Yoga-Varianten. Ich besuche die Hatha-Lektionen, es gibt aber auch kraftvolles Power-Yoga, sanftes Yin-Yoga und sogar Lach-Yoga oder Hot-Yoga (bei 35-40 Grad). Wähle eines aus! Dein Körper wird es dir danken und du wirst schon bald froh sein, den guten Vorsatz endlich in die Tat umgesetzt zu haben.

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