· 

Raunächte

Warum die Raunächte so heissen und welche Rituale du in dieser Zeit durchführen kannst.

 

Raunächte – die Tage zwischen den Jahren

 

Hast du auch schon einmal von den Raunächten gehört? Es sind die 12 mystischen Nächte zwischen dem 24. Dezember und dem 6. Januar. Woher der Name stammt und was er genau bedeutet, ist nicht ganz klar überliefert. Es könnte im traditionellen Räuchern seinen Ursprung haben, das in dieser Zeit praktiziert wird. Oder es wird vom Wort rau abgeleitet, das die rauen, kalten Winternächte mit wilden, in Fell gekleideten Dämonen symbolisiert.

 

Von der Dauer her wird es folgendermassen erklärt: Das Sonnenjahr dauert bekanntlich 365 Tage, das Mondjahr jedoch nur 354 Tage. Die fehlenden 11 Tage oder 12 Nächte werden durch die Raunächte ergänzt. 

Im Zusammenhang mit den Raunächten gibt es viele Rituale, die man praktizieren kann. Da wäre zum Beispiel das 13-Wünsche-Ritual, das zwischen dem Ende des alten Jahres und dem Anfang des neuen Jahres für mehr Klarheit sorgen soll. Du schreibst 13 Wünsche auf 13 Zettel und verbrennst jeden Abend einen Zettel, ohne ihn vorher gelesen zu haben. Diese Wünsche werden so dem Universum übergeben, das für deren Erfüllung zuständig ist. Ein Zettel bleibt also übrig, dessen Wunsch nun deiner eigenen Verantwortung übergeben wird.

 

Am Ende des Jahres geht es auch darum, Altes, Negatives zu vertreiben und für das Neue, Positive Platz zu schaffen. Dazu dient das Ritual des Ausräucherns. Wenn du dich damit auskennst, kannst du in einer Räucherschale zum Beispiel Weihrauch oder Salbei verbrennen und damit durch deine Räume wandeln. Anschliessend gilt es alle Türen und Fenster zu öffnen und mit dem Rauch alles Unglück hinauszulassen. 

 

Die zwölf Raunächte entsprechen auch den kommenden 12 Monaten. Traditionellerweise werden die Träume während den 12 Raunächten aufgeschrieben. Sie sollen dir einen Hinweis geben, wohin dich deine Träume in Zukunft leiten werden. 

 

Ebenfalls sollten in dieser Zeit offene Rechnungen und Schulden beglichen und Ausgeliehenes zurückgegeben werden. Schau doch einmal nach, ob du noch von jemandem ein Buch ausgeliehen hast, das du schon lange zurückbringen solltest. Jetzt wäre der beste Zeitpunkt dafür, dies noch zu erledigen – auch wenn du es schon seit Monaten oder Jahren versäumt hast…

 

Auch das Aufräumen und Putzen gehört zu den Raunächten, soll es dir doch mehr Klarheit und Ruhe verschaffen. Was gibt es Schöneres als eine gut aufgeräumte und sauber gereinigte Wohnung? Allerdings gehören das Entrümpeln und Fortwerfen noch nicht dazu, dies kannst du dir für das neue Jahr aufsparen.

Ebenfalls sollte in dieser Zeit nicht gewaschen werden, da sich die Geister sonst in den Leintüchern verfangen könnten. Wenn du dies als Aberglauben empfindest, kannst du es immer noch dazu benützen, deiner Waschmaschine und dir mal eine kleine Auszeit zu gönnen.

 

Grundsätzlich denke ich, dass es gut ist, wenn wir uns zwischen den Jahren mal die Zeit nehmen, um über uns und unsere Zukunft, unsere Träume und Wünsche nachzudenken. Dabei wünsche ich dir ganz viele erhellende Momente.

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Andrea (Samstag, 27 Dezember 2025 20:24)

    Danke für deinen interessanten Blog. Rückblick und Ausblick - sie sind zur Zeit immer wieder ein Thema :)
    Dein bekommst du im Februar zurück :)