Welches das beste Weihnachtsguetzli ist und warum dies eigentlich überhaupt nicht wichtig ist.
Der Streit der Weihnachtsguetzlis – eine Weihnachtsgeschichte
Es war einmal ein Teller voller frisch gebackener, knuspriger und verführerisch riechender Weihnachtsguetzlis. Sie lagen am letzten Adventssonntag in der Stube neben einem Tannenzweig und einer Kerze, die einen hellen, warmen Schein verbreitete.
Da sagte das Mailänderli-Guetzli: „Ich bin eigentlich das beste Weihnachtsguetzli von allen. Mich kennen alle Leute und auch die Kinder haben Mailänderli gern. Es gibt mich in verschiedenen Formen und Figuren, und mit dem Eigelb bestrichen sehe ich einfach schön und lecker aus.“
„Ach du mit deinem langweiligen Mailänderli-Geschmack“, erwiderte daraufhin der Zimtstern. „Ich bin doch das bekannteste und beliebteste Weihnachtsguetzli. Mit meinem Zimtaroma schmecke ich so richtig nach Weihnachten und meine verführerische Zuckerglasur ist doch einfach das Beste an einem Weihnachtsguetzli überhaupt!“
„Ich kenne aber viele Menschen, die haben die Spitzbuben zu ihrem Lieblings-Guetzli erkoren“, entgegnete der Spitzbub. „Ich habe sogar zwei Guetzli in einem und zwischendrin ist noch die feine, süsse Konfitüre-Schicht. Dazu obendrauf der herrliche Puderzucker, da kann doch einfach niemand widerstehen.“
„Ganz falsch“, warf da das Chräbeli-Guetzli ein. „Das Beste aller Weihnachtsguetzlis ist eindeutig das Chräbeli, weil es so einen appetitanregenden Anis-Geschmack hat. Ich kenne viele Leute, die picken nur die Anis-Chräbeli aus dem Guetzli-Teller, euch andere lassen sie links liegen!“
„Die meisten Menschen haben doch gerne Schokolade, deshalb haben sie auch am allerliebsten das Brunsli-Guetzli“, versuchte sich nun auch noch das Basler Brunsli ins Spiel zu bringen. „Ein Guetzli-Teller ohne ein knuspriges, braunes Brunsli ist gar kein richtiger Weihnachtsteller!“
„Aber was ist denn mit euch los?“ meldete sich nun die Kerze aus dem Hintergrund, die dem ganzen Guetzli-Streit zugehört hatte. „Damit es richtig weihnachtlich aussieht und auch schmeckt, braucht es euch alle! Das ist doch das Schöne an den Weihnachtsguetzlis, dass es so viele verschiedene Sorten gibt und man sich an den verschiedenen Gerüchen und Geschmäcken erfreuen kann. Keines ist besser und keines ist schlechter als das andere. Je mehr verschiedene Sorten es hat, umso toller ist der Guetzli-Teller!
Das Spezielle an euch Weihnachtsguetzlis ist auch, dass es euch nur in der Weihnachtszeit gibt. Nachher warten wir wieder das ganze Jahr auf euch und freuen uns so sehr, wenn die Menschen in der Adventszeit wieder die feinen, unwiderstehlichen Guetzlis backen. Und keine Angst, bis das Weihnachtsfest vorbei ist, werdet ihr allesamt rübis und stübis aufgegessen sein. Wetten wir?“
Die Weihnachtsguetzlis sahen ein, dass ihr Streit unnötig gewesen war und sie sich gar nicht gegeneinander ausspielen mussten. Jedes ist gut, so wie es ist! Das merkten sich die Guetzlis und warteten gemeinsam ganz friedlich auf das kommende Weihnachtsfest.

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David (Donnerstag, 18 Dezember 2025 20:19)
Team Spitzbuebe �
edith (Freitag, 19 Dezember 2025 08:49)
Alle Guetzlis sind gleich viel wert ;)
Aber ich habe dir natürlich trotzdem deine Spitzbuben gebacken.