Nüsse: Warum Nuss zu Unrecht ein Schimpfwort ist und wie die Nüsse bei mir zur Liebe auf den zweiten Blick wurden.
Wie die Nüsse mein Herz eroberten
„Du bist eine Nuss!“ bedeutet so viel wie „Du bist eine Niete!“ Dabei ist dieses Schimpfwort absolut nicht angebracht, denn Nüsse sind ein äusserst wertvolles Nahrungsmittel. Sie enthalten pflanzliche Fette, die uns die wichtigen ungesättigten Omega-3-Fettsäuren liefern. Auch Vitamine, Mineralstoffe, Proteine und Ballaststoffe enthalten die echten Nüsse. Zu den echten Nüssen gehören vor allem die Wal- und die Haselnüsse. Mandeln, Cashew und Erdnüsse sind keine echten Nüsse sondern Steinfrüchte oder Hülsenfrüchte.
Meine Liebe zu den Nüssen hatte einen eher harzigen Start und war keine Liebe auf den ersten Blick. Zur Geburt unseres Sohnes bekamen wir einen Haselnuss-Strauch geschenkt, der regelmässig im Herbst seine Haselnüsse abwarf. Das Ernten, Knacken und Essen übernahm meistens mein Tano, mir waren die Nüsse eher zuwider.
Einzig die Nüsse in der Nussschokolade sagten mir zu und ich überlegte mir, woran das wohl liegen könnte. Da es sich in den Nuss-Schokoladen meistens um geröstete Nüsse handelte, versuchte ich es ebenfalls mit dem Verfeinern der Nüsse im Backofen. 150 Grad, 15 Minuten und tataa, die Nüsse waren geröstet. Was für ein Unterschied! Jetzt waren sie knackig und hatten dieses feine Röstaroma gewonnen. Mmmm! Von nun an fand jeden Morgen eine Handvoll gerösteter Haselnüsse den Weg in mein Frühstücksmüsli.
Und damit nicht genug, jetzt hatte ich sogar Freude daran, die Nüsse zu sammeln und in geduldiger Kleinarbeit aus den Hülsen zu schälen. Dabei machte ich eine interessante Entdeckung: Diejenigen Haselnüsse, die sich nicht oder nur schwerlich aus den Hülsen lösen lassen, haben fast durchwegs ein Loch und somit auch einen Wurm drin. Sehr gut eingerichtet von der Natur, jetzt brauchte ich nur noch die leicht löslichen Haselnüsse zu ernten.
Das Knacken übernimmt allerdings nach wie vor meistens mein Tano. Ich habe ihm zum Geburtstag den besten Nussknacker der Welt gekauft, einen roten DROSSELMEYER-Knacker, der das Knacken fast zum Kinderspiel macht. Allerdings braucht man schon noch etwas Feingefühl dazu, damit man die Kerne nicht zermanscht. Mein Tano erledigt diese Arbeit jeweils, während wir im TV ein Fussballspiel schauen – das geht ganz gut nebenbei und nach 90 Minuten hat man vielleicht nicht das Spiel dafür aber ein schönes Schälchen Haselnüsse gewonnen. Nun kommt wieder mein Part mit dem Rösten dran und anschliessend können wir nur noch geniessen.
Apropos Genuss: Walnüsse haben wir nicht selbst im Garten angebaut, man kann diese aber in der Region bei ge-nuss.ch auf dem Zopfenberg in Schenkon erstehen. Karin und Markus Koch haben hier eine grosse Baumnuss-Plantage angepflanzt und stellen auch viele Baumnuss-Produkte wie Baumnussöl oder schmackhafte Nusstorten auf ihrem Betrieb her. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.
Hasel- und Baumnüsse (Walnüsse) sind also keinesfalls Nieten, sondern man könnte sie durchaus als Haupttreffer im Nahrungsmittelsektor bezeichnen.
Hast du gewusst, dass Baumnüsse, die ja irgendwie eine leichte äussere Ähnlichkeit mit unserem Gehirn haben, auch tatsächlich gut für das Gehirn sind?

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