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Äpfel

Warum Äpfel ursprünglich böse sind und wie sie uns heute noch verführen können.

 

Äpfel – die „bösen“ Früchte

 

Schon im Alten Testament verführte die Schlange Eva erfolgreich dazu, einen Apfel vom Baum der Erkenntnis zu essen. Allerdings war in der Bibel eigentlich nur von der verbotenen Frucht die Rede, es könnte also durchaus auch ein (nicht verwandter) Granatapfel oder irgendeine andere Frucht gewesen sein. Interessant ist aber, dass der Apfel auf lateinisch malus heisst, was auch „das Böse“ bedeutet. 

 

Nehmen wir die „Bösen“ doch einmal genauer unter die Lupe: Mit ihren wunderschönen weissen oder rosa gesprenkelten Blüten gehören die Äpfel zur Familie der Rosengewächse. Sie enthalten viele wertvolle Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und Polyphenole (antioxidativ wirkende Pflanzenstoffe). Damit sind sie eine äusserst gesunde Zwischenmahlzeit und auch entsprechend beliebt. In der Schweiz werden zum Beispiel pro Kopf im Jahr mehr als 16 kg Äpfel gegessen, also mehr als 1 kg pro Monat. 

 

Begehrt sind die Äpfel auch, weil man einige Apfelsorten monatelang kühl lagern kann. Doch auch zum direkten Verarbeiten gibt es viele Möglichkeiten: Aus unseren Äpfeln im Garten machen wir zum Beispiel Apfelschnitzli, Apfelmus, Apfelcrème, Apfelkuchen, gedörrte Apfelringli und frischen Apfelmost. So können auch leicht angefaulte oder angeknabberte Äpfel bis zum letzten Fitzelchen sehr gut verwertet werden. Selbst als Zutat für eine feine Kürbissuppe (um ihr Säure zu verleihen) oder in einen Endivien- oder Zuckerhutsalat im Winter eignen sich die Äpfel bestens.

 

Es gibt unzählige Sorten Äpfel und es werden dank Kreuzungen auch immer wieder neue Sorten entwickelt. Wichtig ist es auch, dass wir zu den Hochstamm-Apfelbäumen Sorge tragen, denn sie tragen viel zur Biodiversität, für den Boden, die Pflanzen- und Tierwelt bei. Hochstämmer-Apfelsaft gibt es zum Beispiel bei Ramseier. 

 

Hier sei gleich noch auf die Ramseier Erlebniswelt in Sursee aufmerksam gemacht. Viel Interessantes erfährst du in dieser Ausstellung rund um den Apfel, und für Kinder sind spezielle Erlebnis- und Spieleposten eingerichtet. Während der Mostwoche im September konnten wir sogar direkt beim Mosten durch eine uralte Stör-Mostpresse zuschauen und nachher sogar einen Liter frisch gepressten Most nachhause nehmen. Übrigens konnte man bei diesem Event auch mit einer Mini-Armbrust auf eine Zielscheibe schiessen – mit drei Treffern aus drei Versuchen war ich wider Erwarten sehr erfolgreich und darf mich jetzt Wilhelmine Tell nennen…

 

Auch die Apfelschorle erfreut sich immer wieder grösserer Beliebtheit und ist mit ihrer erfrischenden und nicht ganz so süssen Art eine gesunde Alternative zu den künstlichen Süssgetränken. Ausserdem ist es eine gute Möglichkeit, einheimische Bauern und ihre Produkte zu unterstützen. Also Prost Apfelsaft!

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Kommentare: 2
  • #1

    Marianne (Montag, 13 Oktober 2025 14:30)

    Dieses Jahr konnten wir, glaube ich , noch nie so wenig Äpfel � ernten .
    Das nächste Jahr gibt es sicher wieder mehr.!!
    Glg


  • #2

    Edith Tanner (Montag, 13 Oktober 2025 21:36)

    Ja, es ist jedes Jahr wieder anders. So ist die Natur. Wir ernteten dieses Jahr auch ein bisschen weniger Äpfel als letzte Saison.